Lenz (c) Bohumil Kostohryz
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DONNERSTAG
15.11.2018
20:00

LENZ

GEORG BĂśCHNER / FRANK FEITLER


„Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nichts am Weg, bald auf — bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehn konnte.“ So beginnt einer der aufregendsten Texte der deutschen Literatur, den Frank Feitler und Luc Feit auf brillante Art und Weise auf die Bühne bringen.

Der 27-jährige Jakob Michael Reinhold Lenz wandert durch die Vogesen auf dem Weg zu Pfarrer Oberlin, der bereit ist, den verwirrten Dichter bei sich aufzunehmen. Hier will Lenz zur Ruhe kommen, Frieden finden, genesen, sein vermeintliches Scheitern vergessen und neue Kraft ge­winnen. Aber die Vergangenheit holt ihn ein, die Begegnung mit alten Bekannten, die mahnenden Briefe seines strengen Vaters, alte Schuld­­gefühle, der Tod eines Kindes vergrößern seine Angstzustände, seine Orientierungslosigkeit und seine innere Leere.
 
Georg Büchner schildert in seiner Novelle Lenz beklemmend intensiv den Weg in den Wahnsinn dieses Dichters, der 1792 völlig verarmt auf einer Straße in Moskau tot aufgefunden wurde und der als bedeutendster Vertreter des Sturm und Drang gilt. Büchner selber starb in Zürich, „24 Jahre alt, aus Mangel an Hoffnung“, wie Heiner Müller schreibt.
 

Preis: 20 €
Ermäßigt: 8 €
Kulturpass : 1.5 €

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Ab 16 Jahren

Dauer: 75'

In deutscher Sprache 

Text
Georg Büchner
Regie
Frank Feitler
Mit
Luc Feit
Regieassistenz
Tom Dockal
Künstlerische Mitarbeit
Sabine Vitua

Koproduktion
Théâtre National du Luxembourg, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg